Haarbruch durch Föhnen: So erkennst du Schäden und rettest dein Haar

Föhnen gehört zur täglichen Haarpflege, doch falsche Technik und zu hohe Temperaturen führen oft zu Haarbruch. Erfahre, wie du Schäden erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und wie du dein Haar mit dem richtigen Haartrockner sowie Pflege-Routine rettest.

Haarbruch durch Föhnen: So erkennst du Schäden und rettest dein Haar

Haarbruch durch Föhnen: Das steckt dahinter

Haarbruch gehört zu den häufigsten Haarproblemen, mit denen Menschen aller Haartypen zu kämpfen haben. Während viele Menschen Haarausfall und Haarbruch verwechseln, handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Phänomene: Bei Haarbruch bricht das Haar an bestimmten Stellen ab, ohne dass die Haarwurzel betroffen ist. Das bedeutet, dass die Haarfollikel weiterhin funktionieren und neues Haar produzieren – doch das abgebrochene Haar wächst nicht einfach nach, sondern muss erst wieder auf die ursprüngliche Länge nachwachsen.

Das Föhnen ist einer der Hauptverursacher von Haarbruch im Alltag. Täglich setzen wir unser Haar Temperaturen von 80 bis 120 Grad Celsius aus, ohne uns der langfristigen Konsequenzen bewusst zu sein. Die Hitze des Föhns entzieht dem HaarFeuchtigkeit und Proteine, die für die Struktur und Elastizität des Haares entscheidend sind. Mit der Zeit wird das Haar porös, brüchig und beginnt an den geschädigten Stellen zu brechen. Besonders betroffen sind dabei die Haarspitzen, aber auch im mittleren Bereich und sogar an den Haaransätzen kann es zu Bruchstellen kommen.

Die gute Nachricht ist: Haarbruch durch Föhnen ist in den meisten Fällen reversibel. Mit der richtigen Pflege, angepassten Föhngewohnheiten und einem hochwertigen Haartrockner mit schonender Technologie kannst du dein Haar rehabilitieren und zukünftigen Schäden vorbeugen. In diesem Artikel erfährst du, wie du Haarbruch erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und welche konkreten Maßnahmen dein Haar wieder gesund und kräftig werden lassen.

Typische Anzeichen: So erkennst du Haarbruch

Haarbruch zeigt sich in verschiedenen Formen, die du aufmerksam beobachten solltest. Das offensichtlichste Zeichen sind sichtbare Spliss und abgebrochene Haare unterschiedlicher Längen. Wenn du nach dem Föhnen oder Kämmen viele kurze Haare auf deiner Kleidung oder im Waschbecken findest, ist das ein deutliches Warnsignal. Diese abgebrochenen Haare haben oft ausgefranste oder gespaltene Enden, die auf strukturelle Schäden hinweisen.

Ein weiteres typisches Merkmal ist die veränderte Haarstruktur. Geschädigtes Haar fühlt sich trocken, rau und strohig an. Es verliert seinen natürlichen Glanz und wirkt matt und leblos. Auch die Elastizität ist beeinträchtigt: Gesundes Haar kann gedehnt werden und springt in seine ursprüngliche Form zurück, während brüchiges Haar bereits bei geringer Zugbelastung reißt. Ein einfacher Vergleich: Nimm eine einzelne Haarsträhne zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehe sie vorsichtig. Zerreißt sie sofort oder zeigt sie kaum Elastizität, liegt Haarbruch vor.

Besonders häufig betroffen sind bestimmte Haarpartien. Die Haarspitzen sind durch jahrelange mechanische und thermische Belastung am stärksten gefährdet und zeigen oft als erstes Spliss. Aber auch im Bereich des Ponys, an den Schläfen und an den Stellen, wo du den Föhn besonders häufig anwendest, kann verstärkter Haarbruch auftreten. Achte auch auf abgebrochene Haare am Haaransatz – hier kann die intensive Hitzeeinwirkung beim Föhnen besonders schädlich sein. Wenn du diese Anzeichen bei dir beobachtest, ist es Zeit für Gegenmaßnahmen.

Ursachen: Warum dein Haar unter dem Föhn leidet

Die Hauptursache für Haarbruch beim Föhnen liegt in der Hitzeeinwirkung auf die Haarstruktur. Das Haar besteht zu etwa 80-90 Prozent aus Keratin, einem Protein, das dem Haar seine Festigkeit verleiht. Diese Proteinketten sind durch Wasserstoffbrücken miteinander verbunden und werden durch Feuchtigkeit im Haar stabilisiert. Hohe Temperaturen über 100 Grad Celsius zerstören diese Verbindungen nach und nach – zunächst werden die Wasserstoffbrücken gelöst, bei anhaltender Hitzeeinwirkung werden auch die stabileren Disulfidbrücken geschädigt, was zu dauerhaften Strukturveränderungen führt.

Neben der direkten Hitzeeinwirkung spielt auch die Art des Föhnens eine entscheidende Rolle. Viele Menschen föhnen ihr Haar auf der höchsten Temperaturstufe und mit voller Gebläseleistung, um Zeit zu sparen. Doch genau diese Kombination ist besonders schädlich: Die hohe Temperatur trocknet das Haar zu schnell aus, während das starke Gebläsemechanische Belastung verursacht. Auch das Reiben mit dem Handtuch vor dem Föhnen ist problematisch, da nasses Haar besonders anfällig für Bruch ist. Die Cuticula – die äußere Schicht des Haares – ist aufgequollen und kann leicht beschädigt werden.

Weitere begünstigende Faktoren sind mangelnde Hitzeschutzprodukte, zu häufiges Föhnen ohne Pausen, die Verwendung minderwertiger Haartrockner ohne Temperaturkontrolle sowie das Föhnen von bereits geschädigtem oder chemisch behandeltem Haar. Besonders problematisch ist auch das Föhnen mit zu wenig Abstand zum Haar – der Föhn sollte immer mindestens 15 bis 20 Zentimeter vom Haar entfernt gehalten werden. Auch das wiederholte Overstyling, bei dem du einzelne Strähnen immer wieder an denselben Stellen föhnst, führt zu lokalen Hitzeschäden und Bruch.

Lösungsansätze: So rettest du dein Haar

Der wichtigste erste Schritt zur Rettung deines Haares ist die Reduzierung der Hitzeeinwirkung. Das bedeutet nicht, dass du aufs Föhnen verzichten musst, aber du solltest es deutlich seltener tun und dabei die richtige Technik anwenden. Versuche, dein Haar zunächst an der Luft trocknen zu lassen, bis es noch leicht feucht ist – etwa 70 bis 80 Prozent trocken. Erst dann kommt der Föhn zum Einsatz, und auch dann nur auf niedriger bis mittlerer Temperaturstufe. Die kälteste Stufe ist ideal für den Abschluss des Föhnens, um die Haarstruktur zu versiegeln und Glanz zu erzeugen.

Ein Hitzeschutzprodukt ist beim Föhnen unverzichtbar. Diese Produkte bilden einen Schutzfilm um das Haar und reduzieren die direkte Hitzeeinwirkung auf die Haarstruktur. Achte darauf, das Hitzeschutzspray oder die -milch gleichmäßig auf das gesamte Haar aufzutragen, bevor du mit dem Föhnen beginnst. Besonders wichtig ist der Schutz an den bereits geschädigten Stellen. Gleichzeitig solltest du auf nährstoffreiche Haarpflege setzen: Feuchtigkeitsspendende Masken, Protein-Behandlungen und Haaröle helfen, die geschädigte Struktur zu reparieren und das Haar von innen heraus zu stärken.

Die richtige Föhntechnik macht einen enormen Unterschied. Halte den Föhn in einem Abstand von mindestens 20 Zentimetern zum Haar und bewege ihn kontinuierlich, um Hitzestaungen zu vermeiden. Arbeite mit dem Haar, nicht gegen die Haarstruktur – föhne von den Wurzeln zu den Spitzen, um die Cuticula zu glätten. Verwende einen Diffusor-Aufsatz für lockiges Haar, um die Hitze zu verteilen und die Locke zu definieren, ohne sie zu zerstören. Und nicht zuletzt: Gönnen deinem Haar regelmäßige Pausen von Hitze. Ein bis zwei Tage pro Woche ohne Föhnen geben deinem Haar Zeit, sich zu regenerieren.

Prävention: So beugst du zukünftigen Schäden vor

Die beste Strategie gegen Haarbruch durch Föhnen ist eine konsequente Prävention. Dies beginnt mit der Wahl des richtigen Haartrockners. Hochwertige Modelle mit intelligenter Hitzekontrolle, Ionen-Technologie und verschiedenen Temperaturstufen sind die beste Investition in die Gesundheit deines Haares. Diese Geräte messen die Temperatur des Haares während des Föhnens und passen die Hitze automatisch an, um Überhitzung zu vermeiden. Die Ionen-Technologie neutralisiert die positive Ladung, die durch Reibung und Hitze entsteht, und reduziert so Frizz und statische Aufladung.

Neben dem richtigen Gerät ist auch die richtige Pflege-Routine entscheidend. Verwende shampoo und Spülung, die auf deinen Haartyp abgestimmt sind und dein Haar mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgen. Ein- bis zweimal pro Woche solltest du eine intensive Haarkur oder Haarmaske einarbeiten, die tief in die Haarstruktur eindringt und reparierende Wirkstoffe liefert. Regelmäßige Spliss-Schnitte sind ebenfalls wichtig: Alle acht bis zwölf Wochen solltest du die Haarspitzen um etwa einen Zentimeter kürzen, um das Ausbreiten von Spliss zu verhindern.

Achte auch auf deine Ernährung, denn gesundes Haar braucht die richtigen Nährstoffe von innen. Proteine, Biotin, Zink, Eisen und Omega-3-Fettsäuren sind besonders wichtig für starkes, elastisches Haar. Trinke ausreichend Wasser, um dein Haar von innen zu hydratisieren. Vermeide übermäßige chemische Behandlungen wie Blondierungen, Dauerwellen oder aggressive Färbungen, da diese die Haarstruktur zusätzlich schwächen. Wenn du dein Haar chemisch behandelst, solltest du mindestens sechs Wochen Abstand zwischen den Behandlungen einhalten und besonders intensiv auf Hitzeschutz achten.

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